
Nach über 2 Jahrzehnten in unterschiedlichsten gewerkschaftlichen und parteipolitischen Verantwortlichkeiten hatte ich die Entscheidung getroffen, erst einmal nicht mehr für ein Wahlamt zu kandidieren. Am 4. Dezember 2021 habe ich dann endgültig losgelassen und wurde aus dem DGB Bezirk Hessen – Thüringen verabschiedet. Damit endet für mich eine Zeit die mich persönlich stark geprägt hat. Zuletzt durfte ich 8 Jahre lang als Landesleiter des DGB in Thüringen und als stellv. Vorsitzender des DGB Hessen – Thüringen den Mitgliedern der Gewerkschaften dienen. Die damit verbundenen, notwendigen politischen Auseinandersetzungen gingen leider oftmals auch an die eigene Substanz. Damit ist nun aber erstmal Schluss.
Bis Ende 2025 arbeitete ich dann als Projektleiter eines bundesweites Demokratieprojektes, welches sich um die Koordinierung und Vernetzung von 18 regionalen und 15 Branchen bezogenen Einzelprojekten kümmerte. Als Projektleiter der Initiative Betriebliche Demokratiekompetenz und Teil der Grundsatzabteilung des DGB Bundesvorstandes konnte ich an meine bestehenden Netzwerke wunderbar anknüpfen. Ich konnte in diesem Modellprogramm nicht nur persönlich neue Führungserfahrungen sammeln sondern bekam Einblick in den Bereich der Arbeitswelt, der leider nicht von Tarifverträgen und Mitbestimmung und Selbstwirksamkeit geprägt ist. Am Ende eine ernsthaft ernüchternde Erfahrung. Mit Beendigung des Modellprogramms, endete dann auch meine hauptamtliche Zeit in Berlin.
Seit dem 1. Januar 2026 befinde ich mich in einer, nicht zeitlich definierten, kompletten Auszeit und beruflichen Neuorientierung. Komplett raus aus dem operativen Tagesgeschäft. Ausschließliche Konzentration auf Familie, Bücher und medienpolitische Ehrenämter, die ich gerne noch zu Ende führen möchte. Dazu gehört u.a. der Vorsitz des Deutsch – Französischen ARTE Beirates.
Demokratie endet nicht vorm Werkstor. Die Demokratie wird vor und hinter dem Werkstor verteidigt.