Die LINKE Thüringen lobt zum zweiten Mal Frauenpreis aus

13. Januar 2012

Ausschreibung

 

Für den 2. Frauenpreis der LINKEN in Thüringen

DIE LINKE in Thüringen setzt sich als Partei mit sozialistischem und feministischem Anspruch dafür ein, dass Frauen in allen Bereichen der Gesellschaft gleichberechtigt mitwirken und ihre Vorstellungen von einem selbstbestimmten und solidarischen Leben verwirklichen können. Deshalb wollen wir  die Leistungen aktiver Frauen in Thüringen öffentlich würdigen und anerkennen, die sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in der Gesellschaft – im Erwerbsleben, in der unternehmerischen Tätigkeit, im sozialen Bereich, in der Selbsthilfe, im Prozess der demokratischen Mitwirkung zur Lösung kommunaler Anliegen, in der Kinder- und Jugendarbeit sowie in der Familienhilfe  in besonderer Weise engagieren.

Unser Ziel ist, mit der Ehrung engagierter Frauen Beispiele der gesellschaftlichen Teilhabe aufzuzeigen und andere Frauen zu bestärken, selbstbestimmt und aktiv an der Gestaltung  des Gemeinwesens mitzuwirken und ihre spezifischen Sichten, Erfahrungen und Ansprüche in diesen demokratischen Prozess einzubringen. Wir wollen Frauen ermutigen, selbst aktiv zu werden und dafür einzutreten, Erwerbsarbeit, Familienarbeit, gesellschaftliches und politisches Engagement, Bildung und Kultur entsprechend ihren Bedürfnissen und Anforderungen im alltäglichen Leben miteinander zu vereinbaren  und zu leben.Die gewonnenen Erkenntnisse und Chancen in diesem Prozess wollen wir aufnehmen und nutzen, um neue Netzwerke zu knüpfen und die Erfahrungen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen.

Es können sich Akteurinnen und Projekte für den Frauenpreis selbst bewerben oder von  Mandatsträgern der LINKEN vorgeschlagen werden, die im Sinne folgender Inhalte und Kriterien wirken:

 

Förderung der Chancengleichheit von Frauen in der Bildung, in der Berufsvorbereitung  und im Erwerbsleben

  • Frauenprojekte und Akteurinnen in der Gemeinwesenarbeit und Aktivitäten zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung, insbesondere in Städten und Gemeinden, im Wohnbereich und im Wohnumfeld, die vorwiegend von Frauen initiiert und gestaltet werden    ( u. a. Nachbarschafts- und Familienhilfe, Elternarbeit, Zusammenleben der Generationen)
  • demokratische Initiativen und Bündnisse zur Lösung kommunaler Probleme im Interesse von Frauen und Mädchen und eines solidarischen und gewaltfreien Zusammenlebens
  • Frauenprojekte im Zusammenleben mit MigrantInnen
  • Initiativen zur Verhinderung von Gewalt gegen Frauen und Kinder sowie zur Begleitung von Frauen mit Gewalterfahrungen

 Teilnahmebedingungen:

  • Projekte und Akteure mit mindestens 50 %igem Frauenanteil
  • Gruppe von mindestens drei Frauen, keine Einzelpersonen
  • Selbstbewerbung  oder auf Vorschlag  von Mandatsträgern der LINKEN
  • Antrag ausfüllen  mit Kurzbeschreibung des Projektes bzw. der Aktivität
  • Einsenden an den Landesvorstand der Partei Die LINKE. bis zum 31.1.2012

Preise:

Die besten 3 Frauenprojekte werden ausgezeichnet.

  1. Preis 500 €
  2. Preis 250 €
  3. Preis 250 €

Der Antrag findet sich hier


Sozialdemokraten und CDU unterstützen Rechtspopulisten Münchberg im Weimarer Land und machen damit extrem rechte bzw. rassistische Positionen hoffähig

8. Januar 2012

Er ist 63 Jahre alt, war erst in der SED und dann ab 1988 in der CDU aus der er im Jahr 1994 wieder austrat. Jene Partei die ihn im Jahre 1990 überhaupt erst ins Landratsamt schickte. Die Rede ist vom amtierenden Landrat des Weimarer Landes, Hans Helmut Münchberg. Ein Landrat, der seit nunmehr über 20 Jahren im Amt ist und der eher selten auffiel. Soweit so unspektakulär. Wären da nicht die letzten 2 Weihnachtsbotschaften des Landrates im Amtsblatt des Weimarer Landes. Im Jahr 2010 erschien eine persönliche Weihnachtsbotschaft des Landrates unter dem Titel „Kriminelle Ausländer raus“ und im Jahre 2011 beschimpfte er unter dem Titel „Müssen wir Thüringer uns jetzt schämen“ vor allem die Medien und die Thüringer Landespolitik für ihren Umgang mit der Problematik des Jenaer Mördertrios, der so genannten NSU. Er bedauert die Sippenhaft in der die Thüringer jetzt wohl alle sind und fordert vor allem eine härtere Gangart gegen Extremisten. Er verliert kein Wort über die Opfer der rechtsextremen Taten. Im Gegenteil. Er fordert noch zu einer schärferen Bekämpfung aller „Extremisten“ auf womit sich der Kreis auch wieder zu seinem ausländerfeindlichen Artikel im Jahr 2010 schließt. Unverständlich aus meiner Sicht also, wieso vor allem die Sozialdemokraten einen solchen Mann unterstützen? Dass ein Mike Mohring, seines Zeichens CDU Fraktionsvorsitzender sowohl im Land als auch im Kreistag, keine Berührungsängste mit extrem rechten Blättern wie die „Junge Freiheit“ hat, wissen wir bereits. Ich bin mir sicher, dass Mike Mohring sich über eine weitere Kandidatur des sich auf dem „Rechten Weg“ befindlichen Landrates durchaus freut und diesen massiv hinter den Kulissen verteidigt. Außerdem weiß er, dass ein CDU Kandidat oder eine Kandidatin so gut wie keine Chancen hätte. Ähnlich wird es wohl auch der SPD gehen.

Kommen wir nun zur Sache:

Aus meiner Sicht ist der Landrat des Weimarer Landes nicht mehr tragbar und sollte vor allem durch Sozialdemokraten nicht unterstützt werden. An einen Landrat, als Repräsentant eines Kreises, welcher mit dem Slogan „Wo sich Geist und Landschaft treffen“ wirbt, sollten sehr hohe Maßstäbe, vor allem was den Geist betrifft, angelegt werden. Im Übrigen gilt dies unabhängig vom Slogan des jeweiligen Landkreises. Äußerungen über einen zu sachten Umgang des Staates, mit kriminellen Ausländern und der Forderung nach schneller Abschiebung gehören meines Erachtens nicht zum Geist eines demokratischen und weltoffenen Miteinanders. Erwartet hätte ich das eher von Vertreter_innen der NPD oder DVU oder aus Teilen der jungen Kaderschmiede der CDU, also der Jungen Union.

Ich fordere vor allem die Sozialdemokraten im Kreis aber auch im Land auf, sich hier klar und deutlich abzugrenzen. Oder anders gesagt. Wenn die SPD den Rechtspopulisten Münchberg unterstützt, macht sie sich unglaubwürdig als Partner im Kampf für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit und vor allem gegen die extreme Rechte. Diese Unterstützung wäre ein Schlag ins Gesicht vor allem eurer politischen Partner_innen im gemeinsamen Kampf gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in den letzten Jahren, vor allem hier in Thüringen.

Wir sollten lieber gemeinsam eintreten für Thüringer Landkreise ohne rassistische Residenzpflicht und Asylbewerberheime. Und vor allem für einen würdevollen und solidarischen Umgang aller Menschen miteinander. Münchberg muss weg, zugunsten eines wirklich schönen Landkreises in dem sich Geist und Landschaft treffen.


Thüringens bester Mediennachwuchs gesucht. Mitmachen beim Yougendmedienpreis

6. Januar 2012

 

 

Unter dem Dach des Landesjugendring Thüringen e.V. in dem ich einige Jahre die Gewerkschaftsjugend unter anderem auch im Vorstand vertreten habe, findet auch dieses Jahr wieder der so genannte Yougendmedienpreis statt.

Bis zum 28. Februar 2012  wird Thüringens bester Mediennachwuchs in den Altersgruppen 14 – 17 Jahre und 18 – 21 Jahre gesucht.

Die Bewerber/innen stellen sich mit ihren Beiträgen der konstruktiven Kritik einer Jury, die die gelungensten Werke auswählt. In jeder Kategorie winken euch attraktive Preise.

 Dieses Jahr gibt es 4 Kategorien in denen ihr euch bewerben könnt. Foto, Video, Print und Audio.
Eure Werke könnt ihr mit folgendem Formular einreichen: Anmeldung Yougendmedienpreis 
Die Postadresse:
Landesjugendring Thüringen e.V.
Yougendmedienpreis
Johannesstraße 19,
99084 Erfurt

Ein unterstützenswerter Verein! „Mach meinen Kumpel nicht an!“ e.V.

4. Januar 2012

Heute möchte ich die Leser_innen meiner Seite auf einen besonderen Verein aufmerksam machen in dem ich seit einiger Zeit Fördermitglied bin. Es geht um den Verein der seit 25 Jahren mit der durchaus bekannten „Gelben Hand“ öffentlich auftritt. Der Verein „Mach meinen Kumpel nicht an“ tritt für gleiche Rechte für alle ein. Seit seiner Gründung vor 25 Jahren engagiert er sich gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Rechtsextremismus. Damit ist der Verein eine der ältesten antirassistischen Organisationen in Deutschland.

Die Gelbe Hand wurde im Laufe der Jahre immer mehr zum übergreifenden Symbol gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit für Gleichberechtigung und Chancengleichheit für ein interkulturelles Miteinander. Der Kumpelverein bündelt die vielen Aktivitäten engagierter Menschen, macht sie bekannt und setzt sichtbare Zeichen in der Öffentlichkeit. Für gleiche Rechte für alle und deshalb gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit stehen die Aktivitäten des Vereins „Mach meinen Kumpel nicht an!“.

Die Ursprünge des Vereins liegen in der Aktion „SOS racisme“, die in den 1980er-Jahren in Frankreich entstand. Unter dem Logo der Gelben Hand wurde Mitte der 80er Jahre von der Redaktion des Gewerkschaftsmagazins „ran“ und der Gewerkschaftsjugend schließlich der Verein gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus, „Mach meinen Kumpel nicht an!“ gegründet.

Die Unterstützung dieses Vereins ist mir eine Herzensangelegenheit. Ich werde in Thüringen versuchen viele neue Mitglieder zu gewinnen. Vielleicht können wir diesen Verein in Thüringen sogar als eigenständigen Landesverband gründen. Dafür müssten aber einige Leute mitmachen. Wer mitmachen möchte kann sich bei mir melden: switt[at]die-linke-thueringen.de  

Wer mehr erfahren möchte kann sich auf der Website: www.gelbehand.de erkundigen.


Ich unterstütze die Petition zur „Auflösung des Thüringer Verfassungsschutz“

20. Dezember 2011

Auflösung des Thüringer Verfassungsschutzes

Als Thüringer LINKE Politiker und antifaschistischer Gewerkschafter möchte ich heute auf eine Petition aufmerksam machen, welche sich mit dem Versagen vor allem des „Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz“ im Zusammenhang mit den grausamen neonazistischen Morden an mindestens 10 Menschen bundesweit, befasst. Einreicher der Petition ist das Aktionsnetzwerk gegen Rechtsextremismus Jena. Ich halte alle drei Forderungen für absolut unterstützenswert und habe deshalb diese Petition gezeichnet und werde sie auch entsprechend verbreiten und unterstützen. Ich möchte die Leser_innen meiner Seite um Unterstützung bitten. Verbreitet die Petition und sorgt so gemeinsam für eine lückenlose Aufklärung über die Rolle des Verfassungsschutzes im Zusammenhang mit Neonazistrukturen.

Zum Unterstützen klickt einfach hier: http://www.jenapolis.de/petitionen/petition/show/50

 Wir fordern:

– die lückenlose Aufklärung und öffentliche Aufarbeitung der Rolle des Verfassungsschutzes in den Neonazistrukturen

– die Bildung eines Bürgerkommitees zur Auflösung des Verfassungsschutzes

– ein Ende der Kriminalisierung antifaschistischer Arbeit

Begründung:

Die entscheidende Spur der Morde des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ führt zurück in die Zeit Ende der 90er Jahre. Es ist eine Zeit, in der ein sozialdemokratischer Innenminister eine Antinazi-Bündnis Demonstration in Saalfeld verbietet und der Verfassungsschutz in seinen Monatsberichten Neo-Nazis verharmlost, aber Gewerkschafter, Linke und Antifaschistische Gruppen diffamiert. Die zentralen Organisationen der extremen Rechten: der Thüringer Heimatschutz, Blood&Honour und die NPD blühen in dieser Zeit auf, geführt durch hoch bezahlte V-Leute des Verfassungsschutzes. In diesem Klima agierten die Personen, die heute dem NSU zugeordnet werden und die für mindestens 10 Morde verantwortlich gemacht werden. Ihr Untertauchen, ihre weiter bestehenden Kontakte zu den V-Leuten und die nicht durchgeführten Zugriffe sind Anlass genug für uns, der offiziellen Version von einer unentdeckten Gruppe kein Wort zu glauben. Seit vielen Jahren stellen sich zivilgesellschaftliche und antifaschistische Gruppen dem Neo-Nazismus entgegen und werden dafür kriminalsiert. Noch immer laufen hunderte Straf- und Ermittlungsverfahren wegen der Anti-Nazi Blockaden im Februar 2011 in Dresden.

Die Petition hat eine Laufzeit vorerst bis zum 31. Januar 2012 und wird auf Bedarf verlängert. Sie richtet sich an verschiedene Institutionen des Landes Thüringen (Ministerien und Parteien) und wird für die Öffentlichkeitsarbeit verwendet.


Partei DIE LINKE Thüringen kritisiert in scharfer Form sächsische Justiz & unterstützt den Aufruf zu Protesten gegen den Verfassungsschutz am 15.12.2012

11. Dezember 2011

Der Landesvorstand der Partei die LINKE Thüringen fasste in seiner Sitzung am 09.12. 12 zwei Beschlüsse die ich hier dokumentieren möchte. Es geht zum einen um die Solidarität mit dem Jenaer Stadtjugendpfarrer Lothar König und zum Anderen ruft die Partei auf, sich an den Aktivitäten der Bürgerbündnisse gegen Rechts gegen den Verfassungsschutz zu beteiligen.

„Solidaritätserklärung Lothar König“

Von offenkundiger Unbelehrbarkeit der sächsischen Behörden zeugt die Erhebung der Anklage gegen den Jenaer Jugendpfarrer, Lothar König, durch die Dresdener Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit den Protesten gegen den Naziaufmarsch in Dresden am 19. Februar 2011.  Lothar König gilt neben vielen anderen Vertreter_innen zivilen Ungehorsams und antifaschistischen Engagements thüringenweit  als langjähriger und aktiver Mitstreiter gegen Rassismus, Antisemitismus und Neofaschismus. Seine Aktivitäten gegen den Thüringer Heimatschutz seit Beginn der 90-er Jahre wird von den sächsischen Behörden nun massiv konterkariert. Das Agieren der Behörden in dieser Form beweist, dass die Lösung  der Probleme um staatliches Handeln gegen Neonazis und Rechtsterroristen noch bevorsteht. Angesichts der aktuellen Enthüllungen im Zusammenhang mit der terroristischen NSU  ist als ungeheuerlich und ungehörig zu bewerten, dass die sächsische Justiz Lothar König in dieser Form rechtlich belangen will.

Es ist kaum glaubhaft, dass die deutsche Justiz zu einer Zeit, da neofaschistische Täter unter den Augen und unbehelligt von Behörden eine Serie von Mordtaten verüben, gegen den Jenaer Jugendpfarrer Ermittlungen anstrengte, weil dieser sich gemeinsam mit vielen anderen Vertretern der deutschen Zivilgesellschaft dem Nazi-Aufmarsch entgegenstellt hat und hierbei Formen des zivilen Ungehorsams wie etwa Sitzblockaden benutzt wurden. Der zentrale Vorwurf dieser Juristinnen und Juristen gegen die Akteure der Zivilgesellschaft lautet: tut nichts, der Staat wird alles richten.

Wir sagen: Die Ereignisse der letzten Monate haben überdeutlich gezeigt, dass der Schutz der Demokratie weder durch die staatlichen Behörden noch durch den Verfassungsschutz gewährleistet wird. Damit nicht Teile der Justiz und der Sicherheitsdienste selbst zum Problem für die Demokratie werden, müssen sich alle demokratisch gesinnten Menschen vielmehr als bisher in die Gestaltung der Gesellschaft einbringen.

 Wir rufen alle auf, im Februar 2012 an den Protesten in Dresden gegen die neofaschistischen Gefahren in dieser Gesellschaft teilzunehmen und dabei auch gegen die zu protestieren, welche diese Gefahren bagatellisieren wollen oder versuchen, die zivilgesellschaftlichen Akteure und den gewaltlosen Widerstand selbst in die Nähe von Terrorismus zu rücken!

Wir fordern von der sächsischen Justiz die Einstellung sämtlicher Verfahren im Zusammenhang mit den Protesten gegen den Naziaufmarsch am 19. Februar 2011. Friedlicher Protest gegen Nazis ist keine Straftat sondern ein Grundrecht.

Der Landesvorstand unterstützt:  Aufruf zu Protestaktionen  /  Weggeschaut – Verharmlost – Finanziert

Für die sofortige Auflösung des Thüringer Verfassungsschutzes

Die entscheidende Spur der Morde des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ führt zurück in die Zeit Ende der 90er Jahre. Es ist eine Zeit, in der ein sozialdemokratischer Innenminister eine Antinazi-Bündnis Demonstration in Saalfeld verbietet und der Verfassungsschutz in seinen Monatsberichten Neo-Nazis verharmlost, aber Gewerkschafter, Linke und Antifaschistische Gruppen diffamiert. Die zentralen Organisationen der extremen Rechten: der Thüringer Heimatschutz, Blood&Honour und die NPD blühen in dieser Zeit auf, geführt durch hoch bezahlte V-Leute des Verfassungsschutzes. In diesem Klima agierten die Personen, die heute dem NSU zugeordnet werden und die für mindestens 10 Morde verantwortlich gemacht werden. Ihr Untertauchen, ihre weiter bestehenden Kontakte zu den V-Leuten und die nicht durchgeführten Zugriffe sind Anlaß genug für uns, der offiziellen Version von einer unentdeckten Gruppe kein Wort zu glauben. Seit vielen Jahren stellen sich zivilgesellschaftliche und antifaschistische Gruppen dem Neo-Nazismus entgegen und werden dafür kriminalsiert. Noch immer laufen hunderte Straf- und Ermittlungsverfahren wegen der Anti-Nazi Blockaden im Februar 2011 in Dresden. Es ist Advent. Die Zeit der Erwartung. Aber wir erwarten nicht mehr. Unsere Geduld ist am Ende.

Wir fordern:

Die lückenlose Aufklärung und öffentliche Aufarbeitung der Rolle des Verfassungsschutzes in den Neonazistrukturen
Die Bildung eines Bürgerkommitees zur Auflösung des Verfassungsschutzes
Ein Ende der Kriminalisierung antifaschistischer Arbeit

Protestaktionen am 15.12.2011

16.00 Uhr protestierten wir vor dem Landtag während die Abgeordneten der Landesregierung dem Verfassungsschutz wieder Millionenbeträge für 2012 zuschustern

18.00 Uhr protestieren wir vor dem Landesamt für Verfassungsschutz, in dem die Fäden der Neo-Nazi V(ertrauens)-Leute zusammenlaufen

Aktionsnetzwerk gegen Rechtsextremismus Jena
Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimar


Wie war das mit der alten Scheune? Neue Förderrunde des Jugendprogramms „Zeitensprünge“ startet

5. Dezember 2011

Als ehemaliges Mitglied des Landesjugendringvorstandes und Mitglied des Landesjugendhilfeausschuss möchte ich auf ein Projekt hinweisen welches ich sehr wichtig finde. Ich hoffe, dass sich einige Jugendgruppen in Thüringen finden die hier mitmachen.

 Das Jugendprogramm „Zeitensprünge“ der Stiftung Demokratische Jugend geht in eine neue Runde. Interessierte Jugendgruppen aus den Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen können sich noch bis zum 31. Januar 2012 für eine Teilnahme am Jugendprogramm „Zeitensprünge“ bewerben.

Vielfältige Geschichtsarbeit

Lokale Geschichte und Geschichten – darum geht es beim Jugendprogramm „Zeitensprünge“. Jugendliche werden durch historische Nachforschungen zu einer Auseinandersetzung mit ihrer Region angeregt und dazu ermuntert, der Geschichte ihrer unmittelbaren Umgebung auf den Grund zu gehen. Ob durch die Spurensuche direkt vor Ort, das Interviewen von Menschen anderer Generationen oder die Recherche in Bibliotheken und Archiven – im Jugendprogramm „Zeitensprünge“ können Jugendliche im Alter zwischen 12 und 18 Jahren spannende Geschichte(n) aus ihrer Region entdecken, erforschen und dokumentieren. Forschungszeitraum ist das 20. Jahrhundert. Am 1. April 2012 fällt der Startschuss für die Projektarbeit der Jugendlichen. Bis zum 15. Dezember 2012 haben die Jugendgruppen dann Zeit, ihre Forschungen anzustellen und durch Broschüren, Filme, Fotobände, Ausstellungen o.ä. zu dokumentieren.

Förderung durch die Stiftung Demokratische Jugend

Den Jugendgruppen, die durch eine Jury für die Teilnahme am Jugendprogramm „Zeitensprünge“ ausgewählt wurden, wird eine Förderung in Höhe von bis zu 1.250 Euro gewährt. Alle „Zeitenspringer-Teams“ bekommen darüber hinaus ein Starterset mit verschiedenen Programmmaterialien.

Kontakt:

Stiftung Demokratische Jugend

Anna Lieckfeld / Lena Jütte

Grünberger Str. 54

Tel: 030 200 789 47

Fax: 030 200 789 99

presse@jugendstiftung.org

Nähere Informationen zum Jugendprogramm „Zeitensprünge“  auf www.zeitenspruenge.org


Bericht vom Bundestreffen der AG Betrieb & Gewerkschaft die LINKE

4. Dezember 2011

 

Vom 3. zum 4, Dezember 2011 trafen sich in Berlin die Delegierten der AG Betrieb & Gewerkschaft bundesweit zur Delegiertenkonferenz. Ich habe als Gast an dieser Konferenz teilgenommen und auch die Thüringer Aspekte in einem Redebeitrag eingebracht. Nach einem erfolgreichen Erfurter Parteitag bei dem mit überwältigender Mehrheit das Parteiprogramm beschlossen wurde, bewerteten die Delegierten der verschiedenen Landesarbeitsgemeinschaften die Arbeit der vergangenen Jahre als sehr erfolgreich. Die Bundes AG hatte auf dem Parteitag mit dafür dafür gesorgt, dass die Positionen linker Gewerkschafter_innen im Programm eine gewichtige Rolle spielen. Dies war während der gesamten Konferenz deutlich unter den Delegierten zu spüren. Fast jeder zweite Wortbeitrag in der Generaldebatte bezog sich auf den Erfolg des Parteiprogramms.

Der erste Höhepunkt der Konferenz

Das war die Rede von Werner Dreibus (Bundesgeschäftsführer der Partei) der den verhinderten Ulrich Maurer (MdB und Mitglied des Parteivorstandes) vertrat. Werner lobte die AG Betrieb & Gewerkschaft und hob vor allem die Wichtigkeit gewerkschaftlicher Positionen und Personen in unserer Partei hervor. Auch er lobte das Erfurter Parteiprogramm und unter dem Applaus der Delegierten warb er für ein solidarisches Miteinander und vor allem wies er darauf hin, dass jetzt die Zeit ist, die Ideen des Parteiprogramms an die Menschen zu bringen und nicht ständig Personaldebatten öffentlich zu führen. Neben einigen Seitenhieben auf den DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften, (welche ich persönlich relativ unscharf fand), die in der Generaldebatte aber durch einige Delegierte diskutiert wurden, bat der Bundesgeschäftsführer uns außerdem die letzten Tage noch für ein Ja zur Urabstimmung des Erfurter Programms zu werben.

Der zweite Höhepunkt der Konferenz:

Das war die Generaldebatte. Hier wurde sehr deutlich worum es der AG bundesweit vor allem geht. Die meist genannten Schlagworte: Gute Arbeit, Streikrecht, Mindestlohn, Arbeitszeitverkürzung. Ausdrücklich gefreut habe ich mich, dass die AG die Eigentums- und Umverteilungsfrage im hohen Maße als wesentlich herausgestellt wurde und dies auch verknüpft mit der Frage nach dem Wesen der Demokratie. Ein weiterer Schwerpunkt der Redebeiträge lag im Bereich „Rechtsextremismus“. So wie ich es von Gewerkschafter_innen kenne, wurde immer wieder die antifaschistische Grundhaltung heraus gestellt. Klare Forderungen wie die Auflösung des Verfassungsschutz und das Verbot der NPD wurden mit lautem Applaus und „Genau“ rufen quittiert. Zuletzt kann ich erfreut hervorheben, dass auch das Wort „Solidarität“ immer noch einen hohen Stellenwert einnimmt.

Wahlen: Im neuen Bundessprecher_innenrat sind leider aus meiner Sicht zwei wichtige Köpfe nicht mehr dabei. Barbara Borchardt (MdL Meck-Pomm) und der durchaus in Gewerkschaftskreisen bekannte Michael Schlecht (MdB & ver.di) werden der AG hoffentlich in anderen Bereichen erhalten bleiben. Gefreut habe ich mich ausdrücklich über die Wahl des antifaschistischen Gewerkschafters Jochen Dürr. Kritisch anmerken möchte ich den hohen Grad an Hauptamtlichkeit sowohl im Sprecher_innenrat als auch bei den Delegierten zum nächsten Bundesparteitag. Außerdem ist durch den Weggang von Mike Lätzsch (Sachsen) kein Ostdeutscher mehr auf Bundesebene vertreten. Unmut machte sich weiterhin unter einigen Delegierten breit, weil sowohl Sabine Wils (MdEP) als auch ihr Mitarbeiter Gerald Kemski im Vorstand gemeinsam vertreten sind. Aus Sicht Einiger könnte das zu Problemen unter den beiden führen.

Beschlüsse: Die Beschlüsse können auf der Homepage der Bundes AG unter www.betriebundgewerkschaft.de  eingesehen werden. Ich möchte sie hier nur kurz benennen.

1. Resolution der AG Betrieb & Gewerkschaft „Neuer Aufbruch für die LINKE“

2. „Solidarität mit den Beschäftigten der Bodendienste der europäischen Verkehrsflughäfen“ (Europarichtlinie)

3. „Europaweit gemeinsam gegen Liberalisierung und Privatisierung“ (Unterstützung der GUE/NGL im Europaparlament)

4. „Bundesfreiwilligendienst als versteckten Niedriglohnsektor abschaffen – Jugendfreiwilligendienste FSJ und FÖJ stärken“

 5. Resolution „Zur Unterstützung der Kolleg_innen bei BHW & Postbank

Am Schluss der Konferenz sprachen sich viele Delegierte dafür aus, die Initiative „Dresden Nazifrei“ zu unterstützen. Hierzu müssen die Bundessprecher_innen aus meiner Sicht aktiv werden. Jede und Jeder sollte am 18. Februar nach Dresden fahren und sich den Nazis entgegensetzen. Außerdem sind viele Delegierte dem Förderverein „Gelbe Hand“ mit dem bekannten Slogan „Mach meinen Kumpel nicht an“ als Fördermitglied beigetreten. Ich hoffe, dass sich dem noch viele anschließen werden. Ich selbst bin Fördermitglied. Der Jahresbeitrag liegt bei 36 Euro.

Abschließend kann ich für mich resümieren, dass es die richtige Entscheidung war das Wochenende in Berlin mit den vielen interessanten Kolleginnen und Kollegen zu verbringen. Austausch und Vernetzung sind immens wichtig und ich konnte wieder viele neue Kontakte knüpfen.

Jetzt sitze ich im Zug nach Hause und freu mich auf meine Frau und den Rest der Familie und natürlich auf unseren Hund. Als Überraschung habe ich eine große Packung „Dunkin Donuts“ (Gewerkschaft NGG Bereich) für die ganze Familie mit. Schließlich ist ja heute schon der 2. Advent, da kann ich doch nicht mit leeren Händen… 


Trauerrede von Elfriede Teresa Begrich (ehemalige Pröbstin zu Erfurt-Nordhausen)

3. Dezember 2011

 

Am 28.11.2011 gedachten in Erfurt einige hundert Menschen den durch die extrem Rechten Ermordeten Mitmenschen. Eine besondere Rede möchte ich hier auf der Seite veröffentlichen. Die ehemalige Pröbstin Elfriede Begrich fand klare und deutliche Worte.

Mit ihrem Einverständnis veröffentliche ich die von ihr gehaltene Rede:

Sehr geehrte Damen und Herren!

Liebe hier Versammelte!

Trauer, Wut, Zorn, Ohnmacht und Unverständnis. Von diesen Gefühlen sind wir beherrscht. Mit diesen Gefühlen sind wir hierher gekommen. Wut über die bis gestern geleugnete Blindheit gegenüber rechtsextremistischer Gefahr, Zorn über die jahrzehntelange Verharmlosung und Verschleierung neonazistischer Äußerungen und Taten, Bitternis über immer geahnte, nun endlich offenkundig gewordener Verflechtung von Neonazis in Polizei, Justiz, Verfassungsschutz. Und nun dieses neue beschämende Trauerspiel, in dem Landeskriminalamt, Justiz und Verfassungsschutz sich gegenseitig die Schuld zu- schieben. Ja, es gibt mehr als genug Gründe für berechtigten Zorn, geballte Fäuste und tiefe Scham. Über allem aber und vor allem steht die Trauer. Die Trauer um Menschen, die zu uns gehörten, die mitten unter uns leben wollten mit ihren Familien und ihren Gaben, mit denen sie unser Land und unsere Gesellschaft bereichern.   

Die Trauer birgt eine große Kraft, die größte, deren Menschen fähig sind, die Kraft der Liebe und des Tröstens in der Tiefe von Leid und Unrecht. Trauer und Tränen sind uns Menschen gegeben, um menschlich zu bleiben, menschlich nach unmenschlichen Erfahrungen wieder werden zu können, Trauer und Tränen verbinden uns mehr als Worte und Versprechungen. Sie sprechen die Sprache des Mit – Leidens und Mit – Fühlens und reden da, wo Worten alle Kraft entzogen ist. Wir trauern um diese frühzeitig mit brutalster Gewalt zerbrochenen Leben der Ermordeten, verursacht von Menschen, deren Herz eine schwarze Grube voller Hass und Verachtung ist. Wir rufen den Angehörigen der Opfer von diesem Ort hier im Herzen Erfurts zu: Wir weinen mit euch, wir trauern mit euch, wir zürnen mit euch!

Eigentlich ist dies eine Stunde des Schweigens, denn die Worte sind zu klein, zu gering und viel zu schwach, für die  Tiefe unserer Trauer und das Ausmaß unserer  Bestürzung. Wir haben die Hand vor den Mund zu schlagen und schweigend schuldig mit euch zu leiden. Und dennoch brauchen wir Worte, Worte, die  eine Brücke bauen, auf der wir von hier den Trauernden an allen Orten unseres Landes mit verletzten Herzen und ausgebreiteten Hände begegnen, ihnen zu versichern:

Wir sind zutiefst beschämt und im Innersten getroffen, daß Menschen aus unserer Mitte mit fanatisierten und vergifteten Herzen ihrem rassistischen und faschistischen Denken blutige Taten folgen lassen konnten, daß die Mörder gedeckt – von wem?, verschont – durch wen? untergetaucht – wohin? dreizehn Jahre ungestraft leben konnten.

In all unserer Empörung dürfen wir jedoch  eines nie vergessen: Diese Täter sind nicht von einem fernen stinkenden schwarzen Stern auf die Erde in unser Land gefallen. Sie sind alle mitten in unserer Gesellschaft groß geworden, sind  an den Kaffeetischen  unserer Familien den Gesprächen gefolgt. Sie sind unserer Kinder! Ja, auch diese. Und auch für diese sind wir verantwortlich! Verantwortung bleibt – in allem Zorn darüber, daß diese Verbrechen unter den Augen von Staat und Staatsschutz, einer noch immer nicht verbotenen Partei und Gesinnungssympathisanten aus der Öffentlichkeit vorbereiten, durchgeführt und verborgen bleiben konnte.

Darum ist die Trauer um die Opfer und die Trauer mit ihren Angehörigen eng verbunden mit der Trauer über unser Land, über die eigenen Unfähigkeiten, dem Reden des „Niewieder“ von den Anfängen her zu wehren. Es ist die Trauer über ein nationalsozialistisches und rassistisches und fremdenverachtenden Denken, dem mit Worten abgeschworen, das aber mit geschlossenen Augen geduldet wird. Rechtsextremismus und Fremdenhass, nationalsozialistisches Fühlen, Reden, und Handeln begleiten dieses Land seit den fünfziger Jahren. Das ist aus keiner Wende – und Verlierermentalität für den Osten des Landes zu erklären, das sind tiefe Wurzeln, die niemals ausgerissen wurden und immer neue Nahrung finden, in allen Regionen unseres Landes, in Parteien, Verbänden, Vereinen und Gemeinden, ja auch Kirchgemeinden.  Das muß ich – als Pfarrerin –  laut und beschämt sagen.  Ja, auch hier.

Wenn in diesen Tagen  Thüringen und Sachsen besonders  im Fokus sind, wir von Brandenburger Dörfern und Mecklenburger Kindergärten Grauenhaftes hören, sollte nicht vergessen sein:  Holger Apfel und Udo Pastörs kommen aus dem Westen, und viele und großzügige Geldgeber auch.Wenn jetzt eine Erschütterung durch unser Land geht, dann möge es einem Erdbeben gleichen, das allen die Augen öffnet über die Abgründe von Vorurteilen und Hass, kaltblütige Gewalt und sadistische Menschenfeindlichkeit, die immer noch wach und wirksam sind unter uns. Wenn aber als erste aller weiteren Regungen des Herzens und Verstandes die Trauer bleibt, dann wird diese ihre Kraft der Liebe, des Tröstens, und der Veränderung entfalten. Aus unserem Mit- Trauern und Mit – Fühlen wird aber  nur dann eine große Kraft zur Veränderung erwachsen, wenn sie an die Wurzel unseres Lebens greift, wenn die Ermordeten uns Genossinnen und Genossen, Mitbürgerinnen und Mitbürger, Schwestern und Brüder in der Verbundenheit unterschiedlichen Glaubens, vielfältiger Kultur und verschiedener Traditionen werden. Verstehen wir uns doch endlich als die eine zusammengebundene Menschheit, die den Auftrag hat, diese Welt menschenfreundlich und lebensfähig mit allem was auf ihr lebt, zu gestalten!

Mit diesen grauenvollen Morden sollten die Liebe und das Leben eines jeden Einzelnen gemordet worden, sollten ihre Würde und Ehre zerstört und vernichtet werden. Aber das lassen wir nicht zu! Dafür stehen wir hier, dazu sind die Namen der zehn Ermordeten sichtbar unter uns aufgezeichnet und wurden sie zu Beginn der Veranstaltung laut genannt. Zu jedem Namen gehört ein unverwechselbares Gesicht, gehören unvergleichliche Gaben und eine einmalige Geschichte und jeder von ihnen bleibt unersetzbar. Denn sie alle sind, wie wir hier Versammelten, geschaffen und in diese Welt gerufen nach dem Ebenbild GOTTES. Und nur die Liebe, die aus der Trauer steigt, hat die Kraft, den aufkeimenden Hass und den zerfressenden Zorn in ein neues wirkliches Miteinander und Füreinander zu wandeln. In der Kraft dieser Liebe sage ich mit aller Gewissheit: jede Stunde der gelebten Leben, um die wir hier trauern, ist aufgehoben und aufbewahrt bei Dem, der sie ins Leben rief.  Keine ist verloren und umsonst! Ob gläubig oder nicht, es gilt für alle Menschen: GOTT hat uns bei unserem  Namen gerufen. Wir gehören zu IHM. 

Elfriede Teresa Begrich, Erfurt am 28.11.2011 A+D+


Gemeinsames GeDenken am 28.11.2011 in Erfurt

24. November 2011

Montag 28.11.2011 in Erfurt.

Wir trauern um die Ermordeten. Ihrer zu gedenken verlangt es, ihnen ihre Namen und Geschichte zurückzugeben. Wir gedenken Enver Simsek und Abdurrahim Özüdogru aus Nürnberg, Süleyman Tasköprü aus Hamburg, Habil Kiliç aus München, Yunus Turgut aus Rostock, Ismal Yasar aus Nürnberg, Theodoros Boulgarides aus München, Mehmet Kubasik aus Dortmund, Halil Yozgat aus Kassel und Michèle Kiesewetter aus Heilbronn und aller Menschen, die in den letzten Jahren Opfer rechtsextremer und rassistischer Gewalt geworden sind. Wir sind zutiefst entsetzt über das jetzt bekannt gewordene Ausmaß des neuen nationalsozialistischen Terrors, das auch das Versagen der Sicherheitsbehörden, gerade auch in Thüringen, vor Augen geführt hat. •Gedenken verlangt Denken. •Gedenken verlangt präzise Aufklärung aller Zusammenhänge dieser Mordtaten und ihres rechtsextremistischen Umfeldes. •Gedenken verlangt, Verantwortung zu übernehmen und Alltagsrassismus an allen Stellen und zu jeder Zeit wahrzunehmen und öffentlich zu benennen. •Gedenken verlangt, Rechtsextremismus und Rassismus auf allen gesellschaftlichen Ebenen entschieden entgegenzutreten.

Wir laden ein, am Montag, 28. November 2011 ab 16 in Erfurt am Hirschgarten gemeinsam zu GeDenken.

Zur Gedenkveranstaltung rufen auf: Adams, Dirk; Adams, Hanne; Adler, Uwe; Alte, Rüdiger; Altmann, Matthias; Augsten, Dr. Frank; Bärwolff, Matthias; Bausewein, Andreas; Begrich, Elfriede; Bender, Rüdiger; Berninger, Sabine; Birkmann, Ines; Blechschmidt, André; Bock, Gisela; Bock, Johannes; Borowsky, Dr. Martin; Bouillon, Elke; Brehmer, Michael; Brettin, Alexander; Cordes, Britta; Deibel, Corinna; Dittes, Steffen; Ebenau, Michael; Eismann, Antje; Erben, Stephanie; Fiebiger, Katja; Giebe, Markus; Giewald, Ingeborg; Gleicke, Iris; Göhlert, Stefan; Göring-Eckardt, Katrin; Haack, Johannes; Halbleib, Reinhold; Hänsgen, Holger; Häßner, Klaus; Heerdegen, Stefan; Heidelmann, Petra; Henfling, Madeleine; Jennig, Diana; Hennig, Susanne; Hersel, Corinna; Heß, Petra; Hofmann, Anke; Höhn, Uwe; Homolka, Prof. Dr. Walter; Hönemann-Treyße, Kerstin; Hübener, Nadine; Huth, Tobias; Irrgang, Ulrike; Jacobs, Alexandra; Junkermann, Ilse; Kattein, Martina; Kemmerich, Thomas L.; Kerntopf, Karl-Heinz; Klamm, Andreas; Knigge, Prof. Dr. Volkhard; Kobelt, Roberto; Koch, Andreas; Korschewsky, Knut; Kotzanek, René; Kraffzick, Cornelia; Krum, Kalle; Künast, Dagmar; Kunkel, Steffen; Lahn, Peter; Lauinger, Dieter; Lehmann, Diana; Lemb, Wolfgang; Lemme, Steffen-Claudio, Licht, Renate; Lietz, Heiko; Lindenberg, René; Lipschik, Frank; Lohe, Christian-Friedrich; Lüdde, Karin; Lüttgenau, Rikola-Gunnar; Lützkendorf, Renate; Nossen, Wolfgang N.; Machnig, Matthias; Marx, Dorothea; Matschie, Christoph; Meisenzahl, Petra; Meißner, Maria; Merten, Prof. Dr. Roland; Metz, Peter; Metzner, Karl; Meyer, Carsten; Möller, Denny; Molthagen, Dr. Dietmar; Müller, Olaf; Musigmann, Wolfgang; Neubert, Dr. Jürgen; Niebur, Antje; Niemietz, Anne; Ott, Stefanie; Pal, Konstantin; Panse, Michael; Pappenheim, Günter; Pappenheim, Kurt; Peschel, Michael; Pfefferlein, Babette; Pohner, Melanie; Poppenhäger, Dr. Holger; Pudszuhn, Elke; Ramelow, Bodo; Reda, Sandra; Reif-Spirek, Peter; Renner, Martina; Riege, Peter-Joachim; Rothe, Dr. Aribert; Rothe-Beinlich, Astrid; Rothmann, Ottomar; Sack, Michael; Schmidt, Klaus-Dieter; Schneider, Carsten; Schramm, Reinhard; Schröter, Dr. Albrecht; Schubert, Dr. Hartmut; Schubert, Jennifer; Schulz, Sven; Schwitalla, Gabi; Siegesmund, Anja; Smettan, Johannes; Sossna, Monika; Stade, Michael; Stange, Karola; Staschewski, Jochen; Taubert, Heike; Termöhlen, Dietrich; Thierbach, Tamara; Trostorff, Gisela; Trostorff, Klaus; Trostorff, Steffen; Vitzthum, Kathrin; Voß, Thomas; Wagner, Christhardt; Wagner, Fabian; Wanderer, Cornelia; Wanitschka, Roland; Weiß, Matthias; Wellsow, Paul; Witkowski, Carsten; Witt, Sandro; Wolf, Stefan; Wollmann, Jürgen; Zachlot, Undine; Zimmermann, Peter

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